Synthesis philosophica, Vol. 40 No. 2, 2025.
Original scientific paper
https://doi.org/10.21464/sp40207
Das Argument aus Halluzination
Ksenija Puškarić
orcid.org/0009-0008-5378-2751
; Seton Hall University, 400 S Orange Ave, South Orange, NJ, U.S.A.
Abstract
In diesem Aufsatz verteidige ich das Argument aus Halluzination, das auf der Vorstellbarkeit philosophischer Halluzinationen fußt, die keinerlei phänomenalen Unterschied zur echten Wahrnehmung aufweisen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um ein auf Gedankenexperimenten basierendes Argument, das die These verteidigt, die subjektive Ununterscheidbarkeit dieser beiden Zustände impliziere die Gleichheit ihrer Objekte. Ich setze mich mit Gegenbeispielen und disjunktivistisch geprägten Einwänden gegen diese Schlussfolgerung auseinander und erweitere die Diskussion auf die Bedingungen, unter denen philosophische Halluzinationen vorstellbar sind. Indem ich die „Lücke“ zwischen der subjektiven Ununterscheidbarkeit und der These von der Gleichheit der Objekte hinreichend verenge, entgegne ich Putnams auf dem phänomenalen Sorites beruhenden Einwand sowie weiteren damit zusammenhängenden Problemen. Eine genauere Analyse der im Gedankenexperiment einbegriffenen Bedingungen zeigt, dass einige häufig vorgebrachte Einwände gegen die Schlussfolgerung von der These der subjektiven Ununterscheidbarkeit zur These von der Gleichheit der Objekte an Plausibilität verlieren.
Keywords
Wahrnehmung; Halluzination; Disjunktivismus; Sinnesdaten; Gedankenexperiment; phänomenaler Sorites
Hrčak ID:
338870
URI
Publication date:
20.11.2025.
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