Pregledni rad
Potenzial für den Einsatz von Okra (Abelmoschus esculentus L.) als pflanzliches Ergänzungsfuttermittel in der Tierhaltung
Dalida Galović
; Sveučilište J. J. Strossmayera, Fakultet agrobiotehničkih znanosti Osijek, Osijek, Hrvatska
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Ivana Prakatur
; Sveučilište J. J. Strossmayera, Fakultet agrobiotehničkih znanosti Osijek, Osijek, Hrvatska
Vladimir Margeta
; Sveučilište J. J. Strossmayera, Fakultet agrobiotehničkih znanosti Osijek, Osijek, Hrvatska
Danijela Samac
; Sveučilište J. J. Strossmayera, Fakultet agrobiotehničkih znanosti Osijek, Osijek, Hrvatska
* Dopisni autor.
Sažetak
Die moderne Tierhaltung steht vor der Herausforderung, alternative Futterquellen zu finden, die gleichzeitig das Wachstum fördern und den Gesundheitszustand der Tiere verbessern. Aufgrund immer strengerer Vorschriften zum Einsatz von Antibiotika und wachsender Bedenken hinsichtlich der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen konzentriert sich die Forschung auf die Entdeckung natürlicher bioaktiver Substanzen. In den letzten Jahren hat Okra als potenzielles natürliches Phytobiotikum die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf sich gezogen. Obwohl Okra in erster Linie wegen ihrer jungen Schoten für den menschlichen Verzehr angebaut wird, stellen Okra-Nebenprodukte (Blätter, Stängel und überreife Schoten) eine ungenutzte Ressource in der Tierernährung dar. Phytogene Futterzusätze verbessern den Appetit und die Futteraufnahme, regen die Ausschüttung von Verdauungsenzymen an, aktivieren Antioxidantien und besitzen antibakterielle sowie antivirale Eigenschaften, die die Immunantwort stärken. Der Nährwert von Okra variiert je nach morphologischem Teil der Pflanze erheblich. Während frische Schoten eine geringe Energiezufuhr bei gleichzeitig hoher Konzentration an löslichen Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen bieten, stellen reife Samen die konzentrierteste Nährstoffquelle dar. Chemische Analysen bestätigen, dass die Samen bis zu 21 % Eiweiß und 14 % Fett enthalten und ein günstiges Aminosäureprofil aufweisen. Okra-Blätter mit einem Eiweißgehalt von etwa 15–20 % in der Trockenmasse können als hochwertiger Ersatz für einen Teil des Eiweißfutters in der Ernährung von Wiederkäuern und Kaninchen dienen. Besondere Bedeutung kommt dem Okra-Schleim zu, der aus komplexen sauren Polysacchariden besteht. Diese Verbindungen wirken als natürliche Präbiotika. Okra-Polysaccharide verändern die Darmmikroflora, indem sie das Wachstum nützlicher Milchsäurebakterien fördern und gleichzeitig die Besiedlung durch Krankheitserreger wie Escherichia coli hemmen. Frühere Studien deuten darauf hin, dass bereits geringe Dosen von Okra-Pulver die Fleischqualität und die Gesundheit der Darmmikroflora deutlich verbessern und gleichzeitig leber- und nierenschützende Wirkungen bei Nutztieren entfalten. Die Zugabe von Okra-Blattmehl zum Futter von Legehennen führt zu einer besseren Pigmentierung des Eigelbs und einer erhöhten Eierschalendicke. Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist die lipidsenkende Wirkung, da der regelmäßige Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln auf Okra-Basis zu einer Senkung des Cholesterinspiegels in den Eiern führt, wodurch diese für den menschlichen Verzehr ernährungsphysiologisch wertvoller werden, was Okra als vielversprechenden pflanzlichen Zusatzstoff positioniert. Okra-Pflanzen vertragen längere Zeiträume direkter Sonneneinstrahlung (da sie resistent gegen Feuchtigkeit, Trockenheit und Hitze sind) und können sich an verschiedene Böden anpassen, was Okra in Zukunft zu einem Schlüsselbestandteil nachhaltiger Fütterungssysteme machen könnte.
Ključne riječi
phytogener Zusatzstoff; Okra; Fütterung von Nutztieren
Hrčak ID:
349758
URI
Datum izdavanja:
25.7.2026.
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